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Frank Finanz: Infobrief 'Gut zu wissen' - Frank Finanz 2026

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Infobrief 9-26
"Gut zu wissen"

BÖRSENBERICHT:
AKTIEN, GOLD, BITCOIN BESSER, ANLEIHEN SCHLECHTER
BLICKPUNKT:
WER MUSS SICH SORGEN MACHEN?
Infobriefe
"Gut zu wissen"
* Archiv
BÖRSENBERICHT: AKTIEN, GOLD, BITCOIN BESSER, ANLEIHEN SCHLECHTER

Aktienmärkte trotz geopolitischer Belastungen stabil
Zunächst wurden mehrfach Hoffnungen auf eine Befriedung im Nahen Osten enttäuscht. Die Trump-Regierung kündigte Anfang August wieder eine bevorstehende Verhandlungslösung im Iran-Krieg an, was die Märkte zwischenzeitlich positiv aufnahmen. Aber die 60-Tage-Frist des Rahmenabkommens mit dem Iran lief ergebnislos ab und die Äußerungen Trumps zum Iran-Krieg blieben irritierend. So drohte er dem bisherigen US-Verbündeten Oman mit einer massiven Bombardierung und kündigte an, die Straße von Hormus zu US-Territorium zu erklären..
Anleihemärkte geraten unter Druck
Die US-Notenbank FED beließ ihre Leitzinsen unverändert. Das war zwar mehrheitlich erwartet worden, verschlechterte aber die Stimmung am Anleihemarkt. Dahinter standen Sorgen, dass die FED den Inflationsdruck durch den Krieg mit dem Iran und die steigenden Ölpreise nicht eindämmen könne. Hinzu kam die Nachricht von steigenden US-Staatsschulden schneller als erwartet. Daraufhin erlitten Anleihen deutliche Kursverluste. Neben US-Staatsanleihen waren auch solche europäischer Staaten, Japans und Südkorea betroffen. Die 30-jährige US-Staatsanleihe erreichte mit 5,33 Prozent die höchste Rendite seit 2007, die Rendite der entsprechenden 30-jährigen deutschen Bundesanleihe kletterte mit 3,78 Prozent auf einen neuen Höchststand seit 2011...
Bewegung an den Devisenmärkten
Nachdem sich an den Devisenmärkten im Juli der Abwärtstrend des japanischen Yen bis 164 Yen pro US-Dollar fortgesetzt hatte, intervenierten die USA und Japan Anfang August gemeinsam, um die Abwertung der japanischen Währung zu beenden. Binnen weniger Tage stabilisierte sich der Yen, blieb mit Wechselkursen zwischen 156 und 160 aber in der Nähe der Rekordmarke von 164 Yen. Gegen den Euro zeigte sich der US-Dollar dagegen im August schwächer: Hatte der Wechselkurs im Juli noch bei 1,14 Dollar pro Euro gependelt, mussten im August in der Spitze 1,17 Dollar für einen Euro gezahlt werden. Anders als der japanische Yen blieb dieses Devisen paar damit in der schon seit rund einem Jahr geltenden Bandbreite (v. 1,13 bis 1,20 USD/EUR).
Gold und Kryptowährungen profitieren
Auf die Interventionen des US-Finanzministeriums an den Anleihemärkten reagierten Edelmetalle und Kryptowährungen mit steigenden Kursen. Zum einen lassen niedrigere Renditen für Anleihen diese attraktiver erscheinen. Sollten die USA gleichsam die Gelddruckmaschinen wieder im großen Stil anwerfen, dürfte dies auch längerfristig den Alternativen zur Papierwährung zugutekommen. Der Goldpreis, der im Juni und Juli bei rund 4.000 Dollar pro Unze einen Boden gefunden hatte, stieg bis rund 4.700 Dollar...

IM BLICKPUNKT: WER MUSS SICH SORGEN MACHEN?
40 Billionen Dollar Schulden
Dass Staaten Schulden machen, ist weder ein neues noch verwunderliches Phänomen. Wenn ein Staat in einem Jahr mehr Geld ausgibt, als er durch Steuern einnimmt, entsteht ein Haushaltsdefizit. Um diese Lücke zu schließen, leiht sich der Staat Geld. Das tut er meistens, indem er Wertpapiere wie Staatsanleihen verkauft. Staatsanleihen gelten unter allen Wertpapieren als die größte Asset-Klasse – vor Aktien. Und kein zweiter Staat hat so viele Anleihen ausgegeben wie die USA. Noch schneller als befürchtet erreichten in diesem Monat die Staatsschulden der USA die Marke von 40 Billionen, also 40.000 Milliarden Dollar. Die Schuldenquote liegt bei 123 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, entsprechend also rund 15 Monaten der gesamten Wirtschaftsleistung der ganzen Volkswirtschaft. Allein die Zinsen dafür erreichen in diesem Jahr eine Billion Dollar, danach Jahr für Jahr mehr...
Wer finanziert die USA?
Wer hat den USA so viel Geld geliehen? Zu den Gläubigern der USA gehören viele andere Staaten, oft deren Zentralbanken und Geschäftsbanken. Japan gilt als größter Gläubiger der USA mit 1,115 Billionen US-Dollar, gefolgt von Großbritannien mit 939,9 Milliarden...
Schuldenpolitik wird zunehmend riskanter
Als Donald Trump seine zweite Amtszeit antrat, sprach er von „maßlosen Staatsausgaben“, die er eindämmen werde. Dass auch dieses Wahlversprechen keine Umsetzung erlebte, dürfte nicht überraschen, denn niemand anderer als Trump selbst hatte mehr zu diesen „maßlosen Staatsausgaben“ beigetragen: 7,8 Billionen Dollar neuer Schulden häufte Trump in seiner ersten Amtszeit an – bis dahin ein absoluter Rekord unter allen US-Präsidenten in der Geschichte. In seiner zweiten Amtszeit scheint die zügellose Schuldenorgie beschleunigt weiterzugehen...
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